Grundlegend gelten für deinen Lebenslauf mit Promotion dieselben Grundsätze wie für Studierende. Der Aufbau eines Lebenslaufs kann ganz verschieden gestaltet sein.
Eine mögliche, sinnvolle Struktur für dich als Promovierende:r könnte so aussehen:
- Persönliche Daten
- Berufserfahrung
- Promotion
- Studium
- Praktika & Nebentätigkeiten
- Soziales Jahr, Wehrdienst, Ersatzdienst
- Schulbildung
- (Ausgewählte) Publikationen
- Ehrenamtliches/Freiwilliges oder außeruniversitäres Engagement
- Stipendien/Auszeichnungen
- Private Interessen/Hobbys
- Optional: Referenzen
Die fett gedruckten Gliederungspunkte ergänzen den Lebenslauf von Promovierenden sinnvoll:
Berufserfahrung:Du kannst den Gliederungspunkt Berufserfahrung mit den relevanten Aufgaben und Verantwortlichkeiten deiner Promotion füllen. So kannst du relevante Praxis- und Berufserfahrung in Bezug zur Stellenausschreibung zeigen.
Folgende Punkte kannst du beispielsweise nennen:
- Wissenschaftliche Tätigkeiten während der Promotion
- Projektarbeit / Projektmanagementerfahrung
- Forschungskooperationen
- Führungsverantwortung
- Budgetverantwortung
Beispiel:
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Angewandte Materialien, Karlsruhe
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
- Entwicklung von Werkstoffen für XYZ
- Projektleiterin „XYZ“ in Kooperation mit der Beispiel AG
- Budgetverantwortung
- Koordination der Projektmitarbeiter*innen
- Personalverantwortung: Betreuung von Masterand:innen
- Enge Kooperation mit Industriepartnern
Promotion:Hier gibst du den Titel der Arbeit, das Promotionsthema und gegebenenfalls die Abschlussnote und betreuende Person an.
Beispiel:
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Angewandte Materialien, Karlsruhe
Promotion zum Thema „ABCDEFG“
Note: Magna cum laude
- Modellierung und Optimierung von Werkstoffen
- Teilnahme an und Vorträge bei internationalen Konferenzen
Du kannst die Punkte „Promotion“ und „Studium“ alternativ auch unter „Ausbildung“ zusammenfassen.
(Ausgewählte) PublikationenDie Angabe von Publikationen ist bei einer Bewerbung in der Wirtschaft optional. Solltest du ausgewählte Publikationen angeben wollen, beachte folgendes:
- Du kannst maximal 3-4 Publikationen direkt im Lebenslauf nennen.
- Weitere relevante Publikationen sollten in einem separaten Dokument (z.B. „Publikationen“) präsentiert werden.
- Achte darauf, Publikationen nach fachlicher Relevanz und Bezug zum Thema der angestrebten Stelle auszuwählen – eine lange Liste mit unwichtigen Veröffentlichungen ist nicht empfehlenswert.
- Der Umfang der Publikationen, die du angibst, hängt von der Art der Stelle ab, auf die du dich bewirbst.
- Publikationen sind besonders wichtig, wenn die angestrebte Stelle nah an der Grundlagenforschung liegt.
- Bei Bewerbungen für Forschungsabteilungen sind (relevante) Publikationen ausdrücklich erwünscht. Mitarbeiter in Forschungsabteilungen sind meist promoviert und können die Relevanz von Publikationen gut einschätzen.
- Publikationen, die fachlich nur bedingt relevant sind, aber in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, können ebenfalls angegeben werden.
ReferenzenReferenzen in der Wirtschaft sind optional, können aber von Vorteil sein. Besonders wenn der Referenzgeber im Unternehmen bekannt ist. Bei Bewerbungen im Ausland und bei einer Wissenschaftskarriere werden Referenzen meist erwartet.
Die Referenz kannst du verschieden angeben:
- Kontaktdaten der referenzgebenden Person angeben, soweit sie diesem Vorgehen zugestimmt hat
- Name, Titel etc. nennen & „auf Anfrage“ oder
- Name, Titel etc. nennen & Empfehlungsschreiben beifügen (vergleichbar mit einem Zeugnis)
Wer kann referenzgebende Person sein? Z.B.:
- Ehemalige:r Vorgesetzte:r
- Betreuer:in der Doktorarbeit
- Kooperationspartner:innen
Wichtig: Kläre unbedingt vorab, ob die Person bereit ist, eine Referenz über dich abzugeben.