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Consequential Life Cycle Assessment für zukünftige CO₂-Abscheidungs-, Transport- und Nutzungsstrukturen

Forschungsthema/Bereich
CO2-Wirtschaft
Typ der Abschlussarbeit
Master
Startzeitpunkt
-
Bewerbungsschluss
01.06.2026
Dauer der Arbeit
6 Monate

Beschreibung

Hintergrund
Industriezweige wie Zement, Stahl oder Chemie stoßen große Mengen CO₂ aus. Technologien zur CO₂-Abscheidung, zum Transport und zur Nutzung oder Speicherung werden zunehmend als mögliche Bausteine gesehen, um diese Emissionen zu reduzieren. Gleichzeitig verändern solche Technologien das gesamte Energie- und Industriesystem: Sie benötigen Strom oder Wärme, verdrängen andere Produkte auf dem Markt oder beeinflussen, wie sich Produktionsketten entwickeln. Die meisten Studien bewerten CO₂-Technologien jedoch nur mit klassischen Methoden der Ökobilanz, die hauptsächlich die direkten Umweltwirkungen einzelner Prozesse betrachten. Das Consequential Life Cycle Assessment (CLCA) verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Es untersucht, wie sich systemweite Veränderungen ergeben, wenn neue Technologien eingesetzt werden, zum Beispiel, welche Produkte dadurch ersetzt werden, wie sich Stromsysteme verändern oder welche indirekten Emissionen ausgelöst werden.
Ziel der Arbeit ist es, ein verständliches und methodisch sauberes CLCA-Modell aufzubauen, das technologische Entscheidungen in CO₂-Abscheidung, Transport und Nutzung hinsichtlich marginaler, systemischer Folgen bewertet. Dazu werden zunächst relevante Substitutions- und Verdrängungsmechanismen (z. B. Austausch fossiler Chemikalien, veränderter Strommix durch CCU-Energiebedarf, Interaktion mit H₂-Systemen) identifiziert. Darauf aufbauend entwickelt die Arbeit ein Konzept, wie diese Veränderungen systematisch modelliert und bewertet werden können. Das Ergebnis ist ein transparenter Bewertungsrahmen, der zeigt, welche Umweltwirkungen durch solche Technologien tatsächlich vermieden oder möglicherweise zusätzlich ausgelöst werden. Die Arbeit umfasst die Definition eines geeigneten Modellhorizonts, die Einbindung empirischer Parameter, die Formulierung funktionaler Verdrängungsbeziehungen sowie eine quantitative Bewertung zentraler Konsequenzen (z. B. indirekte Emissionen, Marktreaktionen, Reboundeffekte).

Voraussetzung

Voraussetzungen an Studierende
  • Erwartet werden Interesse an Nachhaltigkeitsbewertung und Ressourcen-/Energiesystemen, analytische Fähigkeiten und Bereitschaft zur Einarbeitung in CLCA-Methodik. Erfahrung mit LCA-Tools (openLCA) ist hilfreich, aber nicht zwingend. Die Arbeit eignet sich besonders für Studierende, die ökologische Bewertung mit systemischer Modellierung verbinden möchten.

Studiengangsbereiche
  • Wirtschafts- und Rechtswissenschaften
    Wirtschaftsingenieurwesen


Betreuung

Titel, Vorname, Name
Lena Fuhg
Organisationseinheit
Institut für Industrielle Produktion
E-Mail Adresse
lena.fuhg@kit.edu
Link zur eigenen Homepage/Personenseite
Website

Bewerbung per E-Mail

Bewerbungsunterlagen
  • Lebenslauf
  • Notenauszug

E-Mail Adresse für die Bewerbung
Senden Sie die oben genannten Bewerbungsunterlagen bitte per Mail an lena.fuhg@kit.edu


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